Einsatz für bezahlbaren Wohnraum und gegen Rechtspopulismus 

Am jüngsten Parteitag der SP Kanton Zug ging es um den Mangel an bezahlbaren Wohnraum und die Frage, wie man in Zug mehr für Menschen ohne Lobby tun kann. Zur Chaos-Initiativefielen klare Worte: Die SVP will eine 10-Millionen-plus-Schweiz – aber mit Saisonniers ohne Familienleben.

Wie bereits vor vier Jahren hielt die SP ihren Parteitag «in der wunderschönen Gemeinde Cham» ab, wie Geschäftsleitungsmitglied und Chamer Drin Alaj zur Begrüssung unterstrich. Durch den Abend führte anstelle des Parteipräsidenten Zari Dzaferi, der sich grippehalber entschuldigen musste, die alt Präsidentin Barbara Gysel. Bei den Temperaturen waren die Anwesenden der «Tagespräsidentin» dankbar, dass sie mit ihrer gewohnt straffen und humorvollen Leitung den Raum für Inhaltliches freispielte.

Eine Regierungsrätin für die Menschen ohne Lobby

Zunächst lud Sarina Baumberger, Vorstandsmitglied SP Frauen Zug, die neu in die Geschäftsleitung gewählte Jessica Gauch zum Interview ein: Wie lassen sich gleiche Rechte für alle und die vielen Menschen ohne Lobby erstreiten? Die ehemalige Co-Projektleiterin der «Finanzplatz-Initiative» Gauch erzählte aus ihrer langjährigen Erfahrung als ehrenamtliche Rechtsberaterin für Mietende und Geflüchtete. Es sei keine einfache Aufgabe, aber Nichtstun keine Lösung. Wichtig sei das vorausschauende Arbeiten im Team. Eine Erfahrung mit Ansage, da Gauch einen der beiden alten linken Sitze im Zuger Regierungsrat zurückholen soll. Die Wahlkampagne der SP brachte wiederum eine Anwesende auf den Punkt: «Ich bin Sozialdemokratin und will, dass meine Werte vertreten sind.» Die Kampagne wurde von Kantonal- und Gemeindeparteien entwickelt und am Parteitag vorgestellt. Bereits aus den Ausführungen des Kassiers Beat Iten war aber klar geworden: Mit dem monatelangen Plakatmarathon der Mitte-Rechts-Parteien wird die SP auch heuer nicht mithalten können. Will sie überzeugen, muss sie vorlegen, was der Regierungsrat nicht bietet: konkrete Lösungen für die Wohnkrise.

Zusammen gegen Wohnkrise und Rechtspopulismus

Zu diesen gehören die «Vorkaufsrecht-Initiative» und die «Wohnfonds-Initiative». Ihre Bedeutung verdeutlichte Geschäftsleitungsmitglied Andrej Markovic: Mit einem 750-Millionen-Fonds für den gemeinnützigen Wohnraum würde der lang ersehnte Kurswechsel in der Wohnungspolitik eingeleitet. Bevor Gysel allen für ihren Einsatz im zurückliegenden Jahr dankte und zum Abendessen einlud, erinnerte sie an die Nein-Parole zur Chaos-Initiative am 14. Juni. Das Schlusswort fiel einem Mitglied zu, das sagte, was es zur Initiative zu sagen gibt: Die SVP will nicht die Bevölkerung begrenzen, sondern entrechtete Saisonniers ins Land holen.

 

Für die SP Kanton Zug

Andrej Marković

Andrej Marković

Mitglied Geschäftsleitung, Vorstand SP Stadt Zug

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