In erster Linie ist eine Schulraumplanung Aufgabe des Schulrektorats. Dieses muss, ausgehend von der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung sowie den pädagogischen Stossrichtungen, eine Planung vornehmen. Politikerinnen und Politiker, welche die Schule nur aus der eigenen Schulzeit oder jener ihrer Kinder kennen, haben hier zu wenig Einsicht. Selbst Lehrpersonen unter den Politikerinnen und Politikern können nicht abschätzen, welche Reformen in den nächsten 50 Jahren umgesetzt werden.
Der Bildungstrend der letzten Jahrzehnte zeigt, dass mehr Platz pro Kind erforderlich ist. Jedes Kind soll anhand der eigenen Stärken/Schwächen gefördert werden und das eigene Leistungspotenzial erreichen. Zudem wird den überfachlichen Kompetenzen immer mehr Bedeutung gewidmet. Um mit anderen zusammenarbeiten oder ein eigenes Projekt planen, durchführen und präsentieren zu können, sind Gruppenräume sowie eigene Arbeitsplätze notwendig.
Eine Schulraumplanung, die am Ende auch wirklich aufgeht, ist letztendlich komplex und mit Glück verbunden. Die Entwicklung der Bevölkerung sowie der Schulbildung sind nämlich recht unberechenbar. Schulraumplanung ist letztendlich deshalb auch ein bisschen Kaffeesatz lesen.
Zari Dzaferi, Präsident SP Baar