Brustkrebsvorsorge darf keine Kostenfrage sein

Der Kanton Zug steht finanziell hervorragend da und doch spart er bei der Gesundheitsvorsorge. Genauer: bei der Brustkrebsvorsorge. Dies, obwohl Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in der Schweiz ist und medizinische Fachgesellschaften Frauen ab 50 Jahren eine regelmässige, standardisierte Untersuchung empfehlen.

In zahlreichen Schweizer Kantonen bestehen Mammographie-Screening-Programme. Frauen werden informiert und die Kosten werden übernommen, unabhängig von der Franchise. Wie die Krebsliga schreibt, belegen Studien, dass in diesen Kantonen die brustkrebsbedingten Todesfälle abnehmen. Eine Diagnose in frühem Stadium hat positive Folgen: schonendere Therapien, reduzierte gesundheitliche Folgen und bessere Heilungschancen.

Obwohl die Mittel im Kanton Zug dafür da wären, spricht sich der Regierungsrat in der Antwort auf eine überparteiliche Motion dagegen aus. Er beschränkt sich auf die Darmkrebsprävention und spielt das eine gegen das andere aus. 

Die Medizin hat jahrelang die Frauengesundheit in Forschung und Finanzierung benachteiligt. Es ist inakzeptabel, dass ausgerechnet der reiche Kanton Zug hier nicht mindestens mit anderen Kantonen gleichzieht. Frauen im Kanton Zug sollen wie in anderen Kantonen Zugang zum Mammographie-Screening-Programm haben. Dieses ist nota bene freiwillig. Aber frei entscheiden kann nur, wer informiert ist und keine finanziellen Zwänge hat. Wir zählen und vertrauen auf den Kantonsrat, dass er sich für die Frauen und ihre Gesundheit einsetzt.

Das Geschäft steht am 26. Februar im Kantonsrat an.

 

Für die SP Frauen Kanton Zug:

Marilena Amato Mengis

Marilena Amato Mengis

Grosser Gemeinderat der Stadt Zug GGR

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